Männer und das Erwachsenwerden

Ich bin 26 Jahre alt oder jung, je nachdem ob man das Glas als halb voll oder halb leer ansieht. Ich habe einen Job und studiere nebenbei. Ich beziehe demnächst meine erste eigene Wohnung. Ich tue also alles was es braucht, um als Erwachsen zu gelten. Aber irgendwie behagt mir dieses Gefühl nicht. Diese ganze Verantwortung. Immer nachdenken, an die Konsequenzen meines Handelns. Ich möchte das nicht. Mein Glas ist halb voll, ich bin also erst 26 Jahre jung, ich habe noch viele Jahre vor mir.

Wieso jetzt schon so Erwachsen sein?

Die Gesellschaft schreibt es uns vor, dass wir Erwachsen werden müssen. Am besten immer früher. Die Einführung des G8 an den deutschen Gymnasien führt dazu, dass Kinder mit 17 Jahren schon das studieren anfangen sollen. Am besten als Erwachsene. Aber das sind sie nicht und das können sie nicht sein. Denke ich an meine Zeit zurück in der ich 17 Jahre jung war, war meine Pubertät noch in vollem Gange. Pickel waren nur eines der Probleme. Mädchen wurden jetzt erst so richtig interessant. Endlich nicht mehr nur küssen. Anfassen, fühlen, Erfahrungen sammeln. Hätte ich mich jetzt zusätzlich noch um einen Studienplatz und mein Abitur kümmern müssen, für mich unvorstellbar. Wie sollen die Jugendlichen unter diesen Umständen ihre Jugend genießen?

Ich habe all das hinter mir gelassen und dennoch erwische ich mich dabei, wie ich mir Zeiten wie meine Jugend und Kindheit zurück wünsche. Ich habe das auch schon viele andere Männer sagen gehört, ausschließlich Männer. Aber wieso scheinen nur wir Männer nur so ein Problem damit zu haben erwachsen zu werden, während Frauen scheinbar gerne in das Alter kommen, in dem man Verantwortung übernimmt. Vielleicht sprechen sie es auch einfach nicht so offen aus, wie wir Männer. Ich weiß es nicht.

Auch wenn es uns die Gesellschaft vorschreibt und die Frauen es vor machen. Wir Männer werden nie komplett Erwachsen. Wir werden hin und wieder unüberlegt handeln. Das eine Glas zu viel trinken. Doofe Wetten abschließen oder messen wer den Größten hat.

Und an die Frauen. Lasst uns diese kindischen Dinge tun. Danach fühlen wir uns bessern und ein Stück männlicher, auch wenn es sich euch nicht erschließt. Und mal unter uns, ein Mann der nie etwas dummes tut ist doch auch ein wenig sehr langweilig.

Kommt es darauf an, können auch wir Verantwortung übernehmen, das dürft ihr mir glauben.

Ich für meinen Teil habe jetzt Mittagspause, werde mir eine Wiese suchen und darauf Purzelbäume schlagen, um den Stress des Büroalltags für ein paar Minuten zu vergessen.

One thought on “Männer und das Erwachsenwerden”

  1. Ich mag Menschen, die das Kindische in sich immer wieder ausleben.
    Ich kann diese Erwachsenendinge wie Steuererklärung und so lästige Dinge auch nicht leiden, aber manches muss halt sein.
    Dafür sollte man seine Freizeit genießen und öfter auf dem Spielplatz schaukeln oder Trampolin springen! Das mache ich ab und zu und genieße es.
    Liebe Grüße von Christiane

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